Wenn ich diese Frage stelle, dann ist mir bewusst, dass ich unterschiedliche Reaktionen auslöse. Denn HCM betrifft die Denkweise und die Kultur eines Unternehmens und es kann direkt spürbare Auswirkungen auf alle Mitarbeitenden im Unternehmen haben.

Ist es deshalb nicht um so wichtiger, diese Frage zu erörtern?

Wenn Sie meinen Blogbeitrag vom 25. Februar 2015 „HCM-Leitfaden für Führungskräfte“ gelesen haben, in dem ich u.a. auf erste Schritte im Thema HR Analytics sowie auf Messgrößen eingegangen bin, dann wissen Sie, dass ich von einer Herangehensweise über „Big Data“ und/oder über „HCM-Software“ nicht viel halte. Beides kann sicherlich nützlich sein; die grundlegende Frage ist jedoch die nach den richtigen Stellhebeln von HCM, die den Geschäftserfolg beeinflussen (können). Welche sind das?

HCM-Geschaeftserfolg-STRIM-Modell

Die obige Grafik skizziert die wichtigsten Stellhebel im Überblick:

  • Führung in einer VUCA world,
  • Mitarbeiterentwicklung, -reife,
  • Treiber einer hohen emotionalen Mitarbeiterbindung, sowie
  • Wachstum durch Innovation.

In nachfolgender Präsentation gehe ich ausführlich darauf ein:


Führung in einer VUCA world

25 % der von uns befragten Organisationen sind der Meinung, dass ihre Führungskräfte nicht VUCA-fähig seien. Organisationen, deren Führungskräfte VUCA-fähig sind, sind 3 mal wahrscheinlicher bei den Top 20 % in Bezug auf den Geschäftserfolg. Wir messen die Bereitschaft Führender in vier Schlüsselbereichen, aus denen wir einen Gesamt-VUCA-Index erstellen:

  • Antizipieren und reagieren auf die Art und Geschwindigkeit des Wandels (Volatilität)
  • Entschieden Agieren, ohne immer klare Richtung und Sicherheit zu haben (Unsicherheit)
  • Navigation durch die Komplexität, Chaos und Verwirrung (Komplexität)
  • Aufrechterhaltung der Effektivität trotz ständiger Überraschungen und einem Mangel an Vorhersehbarkeit (Mehrdeutigkeit)

Weitere Informationen finden Sie hier:

Frage an Sie zur Diskussion: Sind die Führungskräfte in Ihrem Unternehmen fähig, die skizzierten Herausforderungen zu bewältigen? Mit welchen Instrumenten und Verfahren ermitteln Sie dies?

Mitarbeiterentwicklung, Mitarbeiterreife

Die Beziehung zwischen Teilnehmer-Buy-in in ein Programm und Arbeitsleistung ist seit langem bekannt. Aber was das Predictive Learning Impact Model (KnowledgeAdvisory & Nick Bontis) erklärt, ist, dass Buy-in alleine nicht genug ist. Ein kritischer Pfad existiert zwischen der Wirksamkeit des Ausbilders/Lehrers, der Qualität der Kursunterlagen und dem Buy-in; dies führt zu einer verbesserten Arbeitsleistung und letztendlich Geschäftsergebnissen.

Frage an Sie zur Diskussion: Evaluieren Sie den Nutzen von Weiterbildungsmaßnahmen? Kennen Sie die drei Stufen von Learning Analytics (Lernziele und Erfolgsmessung, Business Impact, Vorhersagemodelle)?

Emotionale Mitarbeiterbindung

Aktuellen Untersuchungen zufolge verbinden ca. 49 % der befragten Organisationen Employee Engagement mit Leistungskriterien und Ergebnissen! Am Ende des Tages geht Employee Engagement jedoch über Kopf und Herz der Mitarbeitenden hinaus – es geht um “engaging the business“. Dadurch, dass v.a. Leistungsträger länger dem Unternehmen erhalten bleiben und ihr Wissen sowie ihre Erfahrungen einbringen, kommt es zu zufriedeneren Kunden, besseren Finanzergebnissen und zufriedeneren Stakeholdern.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Frage an Sie zur Diskussion: Kennen Sie die Unterschiede von Mitarbeiterzufriedenheit, Commitment und Engagement? Was davon messen Sie in Ihren Mitarbeiterbefragungen?

Wachstum durch Innovation

In der diesjährigen Befragung von The Conference Board (CEO Challenge 2015) sind sich die CEOs einig: Ein starker und strategisch ausgerichteter Führungskader, eine engagierte Belegschaft, verbesserte organisatorische Agilität, einen Fokus auf Kunden und der Aufbau eines Unternehmergeistes rund um die Innovationsfähigkeit sind die Werkzeuge, die sie benötigen, um sich gegen die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums zu stemmen.

Sie verfolgen deshalb einen unternehmensweit integrierten Ansatz in ihren Wachstumsstrategien, der Innovation, Kundenorientierung, entlang mit Exzellenz in der Umsetzung in gleicher Weise wertschätzt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Frage an Sie zur Diskussion: Schafft Ihr Unternehmen die Balance zwischen operativer Exzellenz und Innovation? Wie evaluieren Sie das?

Sollten Sie an weiteren Informationen rund um „HCM und Geschäftserfolg“ interessiert sein; so haben Sie folgende Alternativen zur Auswahl:

  • Über dieses Thema referiere ich ausführlich am 9. und 10. Juni 2015 im Rahmen der DOAG Business Solutions Konferenz in Darmstadt.
  • Außerdem lade ich Sie ein, mit mir im Rahmen zweier kostenloser Webinare hierüber zu diskutieren (16. Juni und 14. Juli, jeweils von 10-11 Uhr).
  • Schließlich veranstaltet die STRIMacademy im Herbst dieses Jahres Tagungen, Methoden-Seminare und Hands-on Workshops in der D-A-CH Region zu People Analytics und HCM-Stellhebeln. Hier die Tagungstermine:

Wie stehen Sie zu diesen HCM-Stellhebeln und deren Auswirkungen auf Geschäftserfolg? Bitte schreiben Sie mir einen Kommentar und nehmen Sie wenn möglich Bezug auf die o.g. Fragen zur Diskussion. Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Hinweise sowie auf einen regen Dialog!